Eisprung Rechner & Fragen

Der Eisprung – was ist das?

Jede fruchtbare Frau hat einen Zyklus, der in den meisten Fällen zwischen 23 und 38 Tagen lang ist. Ein Eisprung geschieht in jedem Zyklus einmal. Es handelt sich um den Zeitpunkt, in dem die Eizelle im Eierstock für die Befruchtung freigesetzt wird. Wenn der Eisprung stattgefunden hat, kann die Eizelle durch eine Spermazelle befruchtet werden. Ein stattgefundener Eisprung ist demnach die Voraussetzung für eine Befruchtung und damit für eine Schwangerschaft.

 

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Wie läuft ein Zyklus ab?

Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung. Bereits an diesem Tag beginnt der Körper damit, sich auf den Eisprung vorzubereiten. Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) regt die Produktion von FSH an, dem „follikelstimulierenden Hormon“. Dieses regt wiederum die Eierstöcke an, eine Eizelle heranreifen zu lassen. Bei Follikeln handelt es sich um Hohlräume in den Eierstöcken, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. In jedem Follikel ist eine unentwickelte Eizelle platziert. Durch FSH werden die Follikel zum Wachstum angeregt, wobei sie das Hormon Östrogen erzeugen. Entsprechend steigt der Östrogenspiegel mit dem Zyklusverlauf an. Während der Entwicklung der Follikel wird in der Regel einer davon dominant, sodass die Eizelle in diesem Follikel vollständig heranreift. Der höhere Östrogenspiegel lässt die Schleimhaut in der Gebärmutter anwachsen. Dies ist Voraussetzung für die Einnistung des Eis und seine vollständige Entwicklung während der Schwangerschaft. Durch Östrogen wird die Produktion des luteinisierenden Hormons angeregt – der sogenannte „LH-Anstieg“ erfolgt. Hierdurch platzt irgendwann der dominante Follikel, der die herangereifte Eizelle freilässt. Dies ist der Eisprung. Wenn dieser stattgefunden hat, wandert das Ei den Eileiter entlang. Gleichzeitig beginnt die Produktion von Progesteron im dominanten Follikel. Das Progesteron dient dem Körper zur Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft, indem es den weiteren Aufbau der Gebärmutterschleimhaut unterstützt. Diese Phase des Zyklus ist für viele Frauen mit typischen Symptomen wie Bauchkrämpfen, Ziehen in den Brüsten, Kopfschmerzen oder Übellaunigkeit verbunden. Diese werden unter dem Begriff „Prämenstruelles Syndrom“ (PMS) zusammengefasst. Wird die Eizelle nach dem Eisprung nicht befruchtet, schrumpft der Follikel, wodurch Östrogen und Progesteron im Blut absinken. Dies bewirkt, dass die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut nicht erhalten werden kann. Diese löst sich ab, was durch die Periodenblutung sichtbar wird. Erfolgt hingegen nach dem Eisprung die Befruchtung der Eizelle, nistet sich diese in der Gebärmutter ein. Der Körper beginnt, das Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin) zu produzieren. Dieses hält den dominanten Follikel aktiv. Er schrumpft nicht, sondern produziert weiterhin Östrogen und Progesteron, wodurch die Gebärmutterschleimhaut aufrecht erhalten wird. Dies ist wichtig für den Erhalt der Schwangerschaft.

Wie lange dauert ein Menstruationszyklus?

In vielen Büchern und entsprechenden Artikeln im Internet findet sich die Angabe, dass ein Menstruationszyklus 28 Tage dauert. Das ist so aber nicht richtig. Ein normaler Zyklus kann 23 Tage oder 38 Tage dauern. Dies ist nicht nur von Frau zu Frau unterschiedlich. Auch einzelne Zyklen einer Frau unterscheiden sich in ihrer Länge. Häufig ist Stress ein Einflussfaktor, der den Zyklus (stark) verlängern kann. Entsprechend findet der Eisprung auch nicht zwangsläufig am 14. Tag statt. Er kann auch früher oder später erfolgen. Bei sehr kurzen Zyklen ist es deshalb sogar möglich, während der Periode schwanger zu werden, falls der Eisprung kurze Zeit nach der Regelblutung erfolgt und zu diesem Zeitpunkt noch Spermien im Körper der Frau überlebt haben.

Warum ist es wichtig, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen?

Da ein Eisprung die Voraussetzung für eine Schwangerschaft ist, lohnt sich das Bestimmen des Zeitpunkts für jede Frau mit Kinderwunsch. Das gilt vor allem dann, falls der Wunsch nach einem Kind schon länger besteht und es bisher noch nicht „geklappt“ hat. Aber auch für die Schwangerschaftsverhütung spielt der Eisprung eine große Rolle. Eine Frau, die NFP (Natürliche Familienplanung) praktiziert, kann ab einem bestimmten Zeitpunkt nach einem festgestellten Eisprung auf weitere Verhütung verzichten. Denn eine Befruchtung ist nur in einem bestimmten Zeitraum um den Eisprung herum möglich.

In welchem Zeitraum ist eine Schwangerschaft möglich?

Eine Frau kann nicht zu jedem Zeitpunkt des Zyklus schwanger werden. Denn das Ei ist nur in einem bestimmten Zeitraum befruchtungsfähig. Grundsätzlich hat die Eizelle nach dem Eisprung eine Lebensdauer von maximal 24 Stunden. Hinzu kommt, dass auch die Spermazellen eine gewisse Lebenserwartung haben. In den meisten Fällen leben sie drei bis fünf Tage, wenn sie sich im Gebärmutterhals befinden. Es gibt aber auch solche mit einer längeren Lebenserwartung, auch wenn dies seltener vorkommt. Vor dem Eisprung sollte also kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden, wenn eine Schwangerschaft sicher ausgeschlossen werden soll. Die Chance auf eine Schwangerschaft ist umso höher, je näher der Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs am Zeitpunkt des Eisprungs liegt. Ist der Eisprung sicher festgestellt und einige Zeit danach vergangen, kann eine Schwangerschaft aufgrund der begrenzten Lebensdauer der Eizelle bis zum Ende des Zyklus ausgeschlossen werden.

Die Lebensdauer von Eizelle und Spermazellen bestimmen also für eine mögliche Schwangerschaft einen Zeitraum von fünf Tagen vor dem Eisprung und 24 Stunden nach dem Eisprung. Es ist allerdings in Einzelfällen möglich, dass eine Spermazelle länger als fünf Tage überleben kann. Vor dem Eisprung sollte zur sicheren Schwangerschaftsverhütung also kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.

Wann ist eine Schwangerschaft am wahrscheinlichsten?

Eine Schwangerschaft ist umso wahrscheinlicher, je näher der Geschlechtsverkehr am Zeitpunkt des Eisprungs liegt. Am besten ist es, wenn am Tag des Eisprungs Geschlechtsverkehr stattfindet. Da die meisten Spermazellen drei bis fünf Tage leben, kann auch Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führen, der fünf Tage vor dem Eisprung ungeschützt stattgefunden hat. Auch bei noch früherem Geschlechtsverkehr ist eine Schwangerschaft in Einzelfällen möglich, falls eine Spermazelle besonders lange überlebt hat. Eine Eizelle hat nach dem Eisprung eine Lebensdauer von ungefähr 24 Stunden und ist auch nur in diesem Zeitraum befruchtungsfähig. Danach ist eine Schwangerschaft nicht mehr möglich, bis der nächste Eisprung im folgenden Zyklus stattfindet.

Wie kann der Eisprung festgestellt werden?

Es gibt verschiedene Methoden, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen. Diese bieten unterschiedliche Sicherheit. Grundsätzlich hat jede Frau bestimmte körperliche Symptome, die sich mit dem Zyklus verändern. Viele Frauen haben kurz vor und während dem Eisprung Schmerzen in den Brüsten, ein Ziehen im Unterleib oder auch eine leichte Ovulationsblutung. Allerdings ist nicht jede Frau davon betroffen und die entsprechenden Symptome sind bei verschiedenen Frauen verschieden stark ausgeprägt. Hier lohnt sich eine intensive Selbstbeobachtung über mehrere Zyklen hinweg, um festzustellen, wie die eigenen Symptome ausfallen. Es gibt aber auch Anzeichen, die zuverlässiger sind. Wenn mehrere davon gemeinsam ausgewertet werden, lässt sich das Datum des Eisprungs festlegen. Zu diesen Anzeichen gehören die Struktur des Zervixschleims, die Körpertemperatur und die Lage des Muttermundes. Eine dieser Methoden alleine ist hingegen nicht ausreichend, um den Eisprung mit genügender Sicherheit festzustellen.

Welche Methoden zur Feststellung des Eisprungs können angewendet werden?

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden, um den Termin des Eisprungs festzustellen und Zyklen zu beobachten und miteinander zu vergleichen. Die erste Methode ist ein Fruchtbarkeitskalender. Die zweite Methode sind Ovulationstests. Einen Ovulationstest gibt es in der Apotheke. Es handelt sich hierbei um einen Urintest, der durch Farbveränderung anzeigt, ob der Eisprung bevorsteht. Dies funktioniert über den Nachweis des luteinisierenden Hormons (LH). Ein ansteigender LH-Spiegel zeigt den einen bis zwei Tage bevorstehenden Eisprung.
Der Fruchtbarkeitskalender (auf dem NFP basiert) vergleicht zwei körperliche Symptome miteinander. Dies sind entweder die Körpertemperatur in Verbindung mit dem Zervixschleim oder die Körpertemperatur in Verbindung mit der Lage des Muttermundes. Dabei wird die Körpertemperatur auch als „Basaltemperatur“ bezeichnet.

Wie zeigt die Temperatur den Eisprung an?

Grundsätzlich ist die Temperatur alleine kein zuverlässiger Indikator für einen Eisprung. Ihre Messung ist aber dennoch für seine Bestimmung notwendig. Die Basaltemperatur ist vom Eisprung abhängig. Sie steigt an, nachdem er stattgefunden hat, wobei der Anstiegt 0.5 Grad Celsius beträgt. Sie bleibt dann auf diesem Niveau, bis die Regelblutung einsetzt.

Zu welchem Zeitpunkt muss die Temperatur gemessen werden?

Um die Messung der Basaltemperatur für die Empfängnisverhütung einzusetzen, muss sie sorgfältig und regelmäßig gemessen werden. Sehr wichtig ist außerdem der Zeitpunkt des Messens. Es muss nach einer Ruhezeit erfolgen, wobei prinzipiell nur die Zeit nach dem Nachtschlaf geeignet ist. Die Temperatur wird vor dem Aufstehen gemessen und dabei am besten direkt nach dem Aufwachen. Eine Messung zu einem späteren Zeitpunkt des Tages ist fehleranfällig und nicht zu empfehlen. Hier gibt es zu viele Störfaktoren, die sich auf die Körpertemperatur auswirken.

Wie wird die Temperatur gemessen?

Die Temperatur kann vaginal, oral oder rektal gemessen werden. Eine Messung unter dem Arm ist zu unsicher. Verwendet werden können analoge oder digitale Thermometer, wobei das digitale Thermometer zwei Nachkommastellen besitzen sollte. Ideal geeignet sind solche Thermometer, die speziell für NFP entwickelt worden sind.

Wie kann der Zervixschleim beobachtet werden?

Der Zervixschleim verändert sich über den Zyklus. Seine Funktion besteht darin, den Spermazellen ihren Aufstieg zu erleichtern. Entsprechend ist seine Konsistenz um den Eisprung herum fast gel-artig. Hier wird von einer besonders hohen „Schleimqualität“ gesprochen. An anderen Tagen des Zyklus ist er eher „pappig“. Viele Frauen sind in der Lage, entsprechende Veränderungen mit etwas Übung deutlich wahrzunehmen. Der „Schleimhöhepunkt“ gemeinsam mit dem bleibenden Temperaturanstieg von einem halben Grad Celsius zeigt den stattgefundenen Eisprung an. Die Entwicklung des Schleims hängt vom Östrogenspiegel im Körper ab, der von den heranwachsenden Follikeln beeinflusst wird.

Wie läuft eine Befruchtung ab?

Die Befruchtung erfolgt, wenn eine lebende Spermazelle auf eine lebende Eizelle trifft und mit dieser verschmilzt. Sie findet im Eileiter statt, in den das Ei nach dem Eisprung gewandert ist. Die durch die Spermazelle befruchtete Eizelle wird als „Zygote“ bezeichnet. Nach der Befruchtung wandert die Eizelle in die Gebärmutter, was etwa vier Tage benötigt. Dort nistet sie sich ein. Hierdurch wird der Startpunkt für die Entwicklung des Embryos gelegt.

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