Migräne bekämpfen und Migräneprävention

Zur Linderung eines Migräneanfalls werden Schmerzmittel unterschiedlicher Stärkegrade verwendet. Antiemetika (Mittel gegen Übelkeit) bekämpfen die Symptome von Migräne, wie z.B. Schwindel oder Übelkeit. Abgesehen von diesen Mitteln gibt es zahlreiche nicht medikamentöse Maßnahmen, um gegen Migräne vorzugehen oder diese gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Alle drei Möglichkeitengruppen werden im Folgenden genauer vorgestellt:

Medikamente: Schmerzmittel gegen Migräne

Um die Stärke eines Migräneanfalles aushalten zu können empfiehlt es sich, Schmerzmittel zu nehmen. Schmerzmittel, die sich gegen Migräne eignen gibt es in unterschiedlichen Stärkeabstufungen. Für schwache Migräneanfälle können beispielsweise die frei im Handel erhältlichen Schmerzmittel wie Paracetamol und Ibuprofen eingesetzt werden.

Diese Schmerzmittel werden auch als Analgetika bezeichnet. Analgetika, die für Migränekopfschmerzen geeignet sind enthalten Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen, Naproxen oder Diclofenac. Sie lindern die Schmerzen, ohne einen Einfluss auf unser Nervensystem auszuüben. Die rezeptfreien Analgetika sind jedoch nur niedrig dosiert. Meist reichen diese Mittel bei Migränepatienten deshalb nicht aus. Dann ist es notwendig, sich vom Arzt ein rezeptpflichtiges Medikament verschreiben zu lassen, das die stärkeren Migräneschmerzen stillen kann.

Zudem stillen Analgetika zwar schwache und mittlere Schmerzen, allerdings sind sie auch für den Magen nicht gut verträglich. Wer bei Migräneanfällen besonders zu Übelkeit neigt, sollte vor allem Medikamente meiden, die die Arzneistoffe Ibuprofen und Diclofenac enthalten. Sie können den Magen reizen und die Übelkeit dadurch verstärken.

Bei starken Migränekopfschmerzen werden vom Arzt üblicherweise Rezepte für sogenannte Triptane ausgestellt. Es handelt sich dabei um Schmerzmittel, die einzig und allein Migränepatienten oder Patienten mit Clusterkopfschmerzen verschrieben werden. Ihre Wirkungsweise unterscheidet sich sehr, von den Analgetika – Schmerzmitteln. Im Gegensatz zu den Analgetika setzen Triptane bei der Serotoninausschüttung an. Durch das Hormon Serotonin werden selbst stärkste Kopfschmerzen stark abgeschwächt. Abgesehen davon wirken die Triptane auch abschwächend auf Begleiterscheinungen von Migräne wie z.B. Übelkeit.

Damit Triptane auch wirklich ihre Wirkung entfalten können, ist es sehr wichtig, sich an die Einnahmevorschriften zu halten. Die Vorschriften entnehmen sie am Besten der Packungsbeilage oder den Informationen, die sie direkt von ihrem Arzt oder Apotheker erhalten. An dieser Stelle seien jedoch die wichtigsten Aspekte dieser Medikamente kurz festgehalten: Triptane müssen dringend eingenommen werden, sobald der Schmerz beginnt. Das ist vor allem besonders wichtig für Patienten, die unter einer Migräneaura leiden. Das Medikament verliert seine Wirskamkeit, wenn es noch während der Aura Phase eingenommen wird. Erst nach der Aura, wenn sich der Migräneschmerz deutlich macht, soll das Medikament eingenommen werden.

Fast alle Triptane erhalten Sie nur über ein Rezept vom Arzt. Die bekanntesten Medikamente aus der Gruppe der Tripane gegen Migräne beinhalten die Wirkstoffe Rizatriptan, Eltriptan sowie Sumatriptan oder Naratriptan.

Das einzige Triptan-Medikament, das im freien Handel erhältlich ist, heißt Formigran. Es beinhaltet Naratriptan und hat sich vielfach als wirkungsvolles Medikament gegen starke und auch gegen sehr starke durch Migräne verursachte Schmerzen erwiesen.

Patienten, die sehr starke, sehr häufige Migräneanfälle haben (also mehrmals monatlich) erhalten abgesehen von Schmerzmitteln von ihrem Arzt auch Rezepte für antiepileptische Mittel oder Betablockern zur Blutdrucksenkung. Es hat sich herausgestellt, dass Antiepileptika wie auch Betablocker dazu in der Lage sind, die Anzahl von Migräneattacken zu verringern und außerdem auch die Stärke der Migräne zu mindern.

Medikamente: Schmerzmittel gegen Begleitsymptome: Übelkeit und Erbrechen bei Migräne

Hinzukommend zu Schmerzmitteln können sogenannte Antiemetika – also Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen – einen Migräneanfall für den Patienten deutlich erträglicher machen. Ein weiterer positiver Aspekt der Einnahme von Antiemetika ist, dass sie auch helfen, Schmerzmittel schneller vom Körper aufzunehmen. So wird auch der Magen vor einer Reizung durch die Wirkstoffe der Schmerzmittel geschützt.

Besonders verbreitet sind Medikamente, die die Wirkstoffe Domperidon, Meclozin, Dolasetron oder Dimenhydrinat enthalten. Diese Wirkstoffe gehören zur Kategorie der Antihistaminika, die z.B. auch gegen Allergien eingesetzt werden. Durch ihre beruhigende Wirkung auf den menschlichen Organismus mindern sie auch Übelkeitsgefühle oder können Erbrechen verhindern.

Zusätzliche Möglichkeiten zur Prävention und Intervention von Migräne

Es gibt zahlreiche nicht medikamentöse Mittel, die zur Prävention und Intervention von Migräne eingesetzt werden können. Leider reichen die Mittel nicht aus, um die Migräneschmerzen so gut zu lindern, wie Medikamente. Trotzdem ist es überaus sinnvoll, sich mit alternativen Maßnahmen gegen Migräne auseinander zu setzen, um a) Migräneanfälle auf die wirksamste Art, auch in Kombination mit Medikamenten, zu bekämpfen und b) weiteren Migräneanfällen vorzubeugen.

Es lassen sich diesbezüglich Maßnahmen der Prävention und der Intervention unterscheiden.

Zusätzliche Mittel zur Linderung von Migränebeschwerden sind so simpel, dass man als Normalbürger während eines Migräneanfalles gar nicht erst darauf kommt:

  • Versuchen Sie, die Geräuschkulisse, in der sie sich befinden, so gut wie möglich zu reduzieren.
  • Dunkeln Sie den Raum ab, in dem sie sich befinden und meiden sie alle weiteren Reize (z.B. visuell – Blicke auf Bildschirme vermeiden)
  • Verschiedene ätherische Öle wie etwa Teebaumöl oder Pfefferminzöl haben sich seit langer Zeit gegen Kopfschmerzen bewährt. In kreisförmigen Bewegungen an die Schläfen oder auf die Stirn gerieben können diese Öle einen zusätzlichen erleichternden Effekt haben. Schmerzstillend wirken sie aber nicht.

Eine Kombination aus obenstehenden Tipps zusammen mit der Einnahme von passenden Medikamenten kann besonders wirksam sein.

Zur Vorsorge von Migräneattacken empfiehlt es sich, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten und gleichzeitig einen gesunden Lebensstil zu pflegen. Es gibt viele Ursachen für Migräne, eine der häufigen Ursachen ist beispielweise Stress oder Mineralstoffmangel. Diese beiden Ursachen können sie beispielsweise mit guter Ernährung und Entspannungsübungen angehen.

Besonders effektiv gegen die Migräneursache Stress ist autogenes Training, progressive Muskelentspannung und Meditation. Es gibt jedoch viele weitere effektive Entspannungsmöglichkeiten.

Auch Sport, vor allem Ausdauersport (z.B. Walken, Laufen, Schwimmen, Radsport) kann für einige Migränepatienten besonders wirkungsvoll sein um weiteren Migräneanfällen den Garaus zu machen. Ideal sind zwei bis drei moderate Sporteinheiten wöchentlich. Falls Ihre Migräne durch einen durcheinandergebrachten Hormonhaushalt veranlasst wird, kann Sport ein besonders wirkungsvolles Mittel gegen Migräne sein. Der Grund hierfür ist, das sich Sport stabilisierend auf den Hormonhaushalt auswirkt.

Mit einem Migränetagebuch, in dem sie alle Umstände des Migräneanfalls festhalten könnte es möglich sein, der Ursache ihrer Migräne auf die Schliche zu kommen. Dann können sie gezielt nach zusätzlichen Behandlungsmöglichkeiten suchen und abwägen, ob z.B. eine Ernährungsumstellung, zusätzlicher Sport oder das Erlernen von Entspannungstechniken sinnvoll wäre.

Abgesehen davon ist es generell zu empfehlen, Migräne auch mit Akupunktur vorzubeugen. In den letzten Jahren hat sich Akupunktur als wirkungsvolles Mittel gegen Migräne etabliert.

Was unterscheidet normale Kopfschmerzen von Migräne?

Landläufig sprechen viele Menschen bei Kopfschmerzen davon, Migräne zu haben. Jedoch gibt es einen großen und eindeutigen Unterschied zwischen Migräne und simplen Kopfschmerzen.

Die Unterschiede sollen im Folgenden kurz zusammengefasst und aufgeführt werden:

Migräneschmerzen sind sehr viel stärker als normale Kopfschmerzen. Migräne geht außerdem mit vielen Nebenerscheinungen einher. Dazu zählen unter anderem eine plötzliche starke Empfindlchkeit gegen alle möglichen Wahrnehmungen wie z.B. Berührungen, Gerüche, Licht.

Es können sich motorische Störungen ergeben. Auch Sinneseindrücke können gestört werden. Beispielsweise beschreiben einige Migränepatienten, dass sie plötzlich „nicht mehr richtig sehen“ können. Optische Sinnestäuschung wird im Zusammenhang mit Migräne als die Aura der Migräne bezeichnet. Die Aura beginnt oft vor dem Eintritt der Migräneschmerzen.

Abgesehen davon ist es für Migräne typisch, dass sie nur an bestimmten Teilen des Kopfes einen starken Schmerz auslöst. Der Schmerz kann z.B. im Bereich des Auges auftreten, an der Schläfe oder im Hinterkopf.

Normale Kopfschmerzen hingegen „strahlen“ häufig aus und werden nicht von Veränderungen der Sinneseindrücke und der Wahrnehmungen begleitet. Auch wenn normale Kopfschmerzen zum Teil starken Schmerz hervorrufen können, ist er von der Symptomatik her von der Migräne zu unterscheiden.

Kann Migräne geheilt werden?

Migräne kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Je nach Ursache ist es auch einfacher oder schwieriger, die Migräne zu therapieren. Ganz allgemein ist jedoch zu sagen, dass Migräne nicht unheilbar ist. Es hängt jedoch immer vom Einzelfall ab.

Abgesehen von ganz unterschiedlichen Ursachen für Migräne (z.B. Wetterfühligkeit, Hormonschwankungen, Stress) kann es auch von den Behandlungswegen abhängen, ob eine Migräne geheilt wird oder nicht.

Bei Migräne, die regelmäßig nur bei Stress auftritt kann deutlich besser behandelt werden, als Migräne deren Auslöser noch nicht eindeutig bestimmbar sind. Um herauszufinden, was bei Ihnen Migräne auslöst möchten wir Ihnen daher wärmstens ans Herz legen, bei jeder Migräneattacke über die genauen Umstände Buch zu führen (Ernährung, Ereignisse, Wetterlage – alles was ihnen in den Sinn kommt). So lässt sich letztlich vielleicht doch eine Ursache ausmachen, wodurch dann gezielt Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt werden können.

Veränderungen im Lebensstil (z.B. weniger Stress, kein Rauchen) oder in der Ernährung können in einigen Fällen sehr wirkungsvoll sein. Eine Veränderung des Lebensstils hat aber keine Auswirkungen auf Migränepatienten, deren Migräneanfälle durch Hormonschwankungen hervorgerufen werden.

Wichtig ist jedoch, dass Medikamente, wenn möglich, keine langfristige Lösung sein sollten. Wenn sie z.B. über ihr Migräne Tagebuch gemerkt haben, dass Migräne vor allem in Stresssituationen auftritt, dann sollten sie umgehend planen, in ihrem Leben Entspannungsoasen und -momente einzubauen. Dies wird langfristig einen deutlich größeren Gewinn bringen, als die kurzfristige Einnahme von Medikamenten. So simpel dieser Ratschlag auch klingen mag – in der schnellebigen Welt heutzutage, in der sich alles um Leistung dreht, kann man diesen sehr wirkungsvollen Ratschlag gar nicht oft genug nennen.

Migräne und Ernährung

Auch wenn es ganz banal klingen mag – die Ernährung kann einen immensen Einfluss auf das Auftreten und die Intensität von Migräne haben. Machen Sie sich dies mehrmals immer wieder bewusst und probieren sie es aus, sich gesund zu ernähren, um ihr Wohlbefinden zu verbessern und Migräne zu lindern!

Es hat sich in Studien gezeigt, dass bei Migränepatienten häufig ein Nährstoffmangel vorherrscht. Vor allem der Magnesiumhaushalt ist bei Migränepatienten verringert. Magnesium und andere wichtige Stoffe lassen sich vor allem über Vollkornprodukte oder auch über Lebensmittel aus Soja aufnehmen.

Auch lohnt es sich auf Fertiggerichte zu verzichten. Diese sind voll mit Geschmacksverstärkern, Farbstoffen oder Konservierungsmitteln. Wenn Sie bei der Ernährung auf Naturprodukte zurückgreifen und sich die Zeit nehmen, ab und zu selbst zu kochen, am Besten mit frischen, natürlichen Zutaten – dann ist bereits ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung von einigen möglichen Migräneursachen getan.

Auch sollten Migräneanfällige darauf achten, nicht zu viel Zucker oder Salz zu konsumieren – auch diese beiden Stoffe kommen besonders gehäuft in Fertigprodukten vor. Zucker und Salz kann einen Einfluss auf den Blutdruck haben, der wiederum Migräne begünstigen kann.

Generell sollte außerdem immer darauf geachtet werden, genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Für stressbedingte Migräne empfehlen sich ebenfalls Ernährungstipps: abgesehen davon, dass eine ausreichende Nährstoffzufuhr durch gesunde Ernährung die Attacken weniger stark ausfallen lassen kann, sollten sie die Einnahme einer Mahlzeit als Entspannungsmoment wahrnehmen. Nehmen Sie sich beim Essen die Zeit, ihre Nahrung zu genießen und bewusst zu schmecken. Dadurch können Sie ohne großen zusätzlichen Aufwand einen weiteren Entspannungsmoment in ihr Leben einbauen und somit stressbedingter Migräne vorbeugen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Cluster Kopfschmerz und Migräne?

Eine deutliche Antwort: ja! Es gibt einen Unterschied. Migräne ist nicht dasselbe wie Kopfschmerz. Genaueres hierzu können Sie unter dem Menüpunkt zu den Unterschieden zwischen Migräne und Kopfschmerzen nachlesen.

Der Cluster-Kopfschmerz kann ziemlich schnell und einfach von Migräne unterschieden werden. Dafür gibt es einen einfachen „Trick“. Wenn Sie sich bei Schmerzen in einem dunklen Raum in vollkommen ruhiger Umgebung etwas besser fühlen, dann handelt es sich um Migräne.

Bei Cluster-Kopfschmerzen führt diese Reduktion von Außenreizen dazu, dass der Schmerz wandert.

Abgesehen davon gehen die Schmerzen bei Migränepatienten ggf. mit starken Veränderungen der Wahrnemungen und Sinneseindrücke einher. Auch Übelkeit und Brechreiz gehören zu den Üblichen Symptomen von Migräne. All diese Aspekte werden Sie nicht erfahren, wenn sie an einem Cluster-Kopfschmerz leiden.

Kann Koffein Migräne hervorrufen?

Der Konsum von Koffein wird immer wieder gemeinhin mit Migräne und Kopfschmerzen in Verbindung gebracht. Es konnte allerdings noch kein wissenschaftlicher Nachweis für einen solchen Zusammenhang mit Migräne nachgewiesen werden.

Es gibt jedoch Patienten, die darüber klagen, schon bei dem Geruch von Kaffee einen Migräneanfall zu bekommen. Es handelt sich hierbei um einen psychologischen aber sehr starken Effekt, der in seiner Migränewirkung nicht zu verachten ist. Durch die Binsenweisheit, Kaffee würde Migräne auslösen können verfestigt sich die Verbindung „Kaffee  = Migräne“ zu einem festen Glaubenssatz im Kopf. Was dann beim Geruch des Kaffees geschieht kann also als eine Art Placeboeffekt beschrieben werden. Der mentale Zusammenhang zwischen Kaffee und Migräne ist so fest im Gedächtnis verankert, dass er tatsächlich zu einer Migränewirkung führt.

Allerdings können nicht alle Fälle von Migräne im Zusammenhang mit Kaffee auf einen placeboartigen Effekt zurück geführt werden. Wenn Sie auf Kaffee mit Migräne reagieren gilt es nicht nur die persönlichen Einstellungen zu überprüfen (haben sie schon oft von dem Zusammenhang zwischen Migräne und Kaffee gehört, etwa von guten Freunden?). Es gilt auch, eine mögliche Unverträglichkeit oder Allergie auf Kaffee oder im Kaffee verwendeten Zusatzstoffen in Erwägung zu ziehen und zu prüfen. Es ist keine Neuigkeit, dass Allergiker oder Menschen mit Überempfindlichkeiten auf Lebensmittel zu Kopfschmerzen neigen, wenn sie bestimmte Lebensmittel konsumieren. Migräne kann auch eine allergische Reaktion anzeigen.

Ganz generell hat Koffein übrigens keinen negativen Effekt auf Kopfschmerzen und Migräne. Ganz im Gegenteil hat sich in einer norwegischen Studie gezeigt, dass intensive Kaffeekonsumenten seltener langanhaltende Kopfschmerzen bekommen. Wenn Koffein konsumiert wird, weiten sich verengte Blutgefäße, auch im Gehirn. Kopfschmerzen, die durch eine geringe Blutversorgung hervorgerufen wurden, können durch Kaffee gemildert werden. Ein alter Hausfrauenbrauch ist daher auch die starke Tasse Kaffee, sobald sich eine Migräneattacke ankündigt.

Ist es möglich, dass die Pille die Ursache für Migräne ist?

Die Pille kann, wie auch andere Hormonpräparate, Migräne auslösen. Es ist dabei vollkommen egal welche Art von Pille eingenommen wird. Einige Frauen haben bei der Einnahme der Pille keine negativen Nebenwirkungen. Andere haben sofort negative Nebenwirkungen und kämpfen z.B. mit Migräne. Und einige weitere haben zeitversetzt Nebenwirkungen wie Migräne. Die durch die Pille ausgelöst Migräne kann erst nach Wochen oder gar Monaten der ersten Einnahme einsetzen und wird deshalb von Frauen häufig nicht sofort mit der Pille in Zusammenhang gebracht.

Woran liegt es, dass Migräne durch die Pille verursacht werden kann? Die Pille bewirkt eine Veränderung des Hormonhaushaltes – ähnlich wie während der Schwangerschaft – und bringt den normalen, natürlichen Zustand der Frau aus seinem gesunden Gleichgewicht. Das kann für den Körper einen großen Stress bedeuten. Migräne kann ein Anzeichen dafür sein, dass das Hormonpräparat nicht passend für den Körper ist. Für Migränepatientinnen, die erst nach Einnahme der Pille an Migräne leiden, ist anzuraten, mit dem Frauenarzt über einen Wechsel des Verhütungsmittels nachzudenken.

Allerdings muss in diesem Kontext auch hervorgehoben werden, dass die Pille auch positive Wirkungen auf Migräne haben kann. Dies ist der Fall, wenn eine Frau vor der Einnahme der Pille bereits an Migräne litt. Wenn die Pille einen positiven Effekt auf die Migräneattacken hat und die Migräneanfälle seit Einnahme der Pille zurückgehen, dann kann davon ausgegangen werden, dass es sich um hormonbedingte Migräneanfälle handelte. Wenn der Hormonhaushalt aus seinem natürlichen Gleichgewicht gekommen ist, kann die Pille also auch dazu beitragen, diesen wieder neu zu ordnen. Das kann dann wiederum einen positiven Einfluss auf Migräne haben.

Insgesamt lässt sich nun das Resümee ziehen, dass Migräne und Pille in einem engen Zusammenhang stehen können. So kann ein Wechsel oder ein Absetzen der Pille die Migräne verbessern. Die Einnahme der Pille kann aber auch bereits bestehende Migräneprobleme beheben. Es gilt demzufolge, die Migräne genau zu beobachten und gegebenenfalls mit dem Frauenarzt über mögliche Lösungen zu sprechen.

Was hat Migräne mit Wetterfühligkeit zu tun?

Düstere Wolken ziehen am Himmel hinauf, nach einigen wärmeren Tagen kommt plötzlich ein Wetterumschung –  und mit ihm auch die nächste Migräne. So beschreiben es viele Migräneleidende immer wieder. In der Tat konnte es allerdings bisher nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden, ob wirklich ein Zusammenhang zwischen Migräne und Wetterumschwüngen besteht.

Die sensible Reaktion des Körpers auf eine Wetteränderung wird allgemeinhin als Wetterfühligkeit bezeichnet. Doch wie kann das Migräne auslösen? Wetterumschwünge können mit einer Veränderung des Luftdrucks oder der Luftfeuchtigkeit einhergehen. Zum Beispiel entstehen Gewitter durch das Aufeinandertreffen von kalter und warmer Luft. Diese Veränderungen werden vom Nervensystem unseres Körpers unbewusst wahrgenommen.

Der Körper stellt sich darauf ein, dass die Umweltbedingungen von „schönem Wetter“ zu schlechtem, mitunter sogar bei Sturm oder Gewitter gefährlichem Wetter wechseln. Dieser unterbewusste Stress können Blutdruckänderungen veranlassen. Eine sehr schnelles Ansteigen oder Abfallen des Blutdrucks könnte einen Auslöser für Migräne darstellen. Einige Menschen reagieren diesbezüglich sensibler, zum Beispiel mit Migräne oder Schlafstörungen. Andere Menschen scheinen diese Umschwünge überhaupt nicht wahrzunehmen. Im Allgemeinen ist jedoch bekannt, dass Migräneanfälle von Bluthochdruckpatienten häufig mit Veränderungen der Wetterlagen in Verbindung gebracht werden.

Ein Zusammenhang von Migräne mit unterbewusstem durch Umweltbedingungen ausgelösten Stress würde auch erklären, warum bei einer Wetterveränderung von schlechten zu schönen Wetterlagen nur selten Migräne auftritt. Wie gesagt gibt es hierfür was Migräne angeht aber noch keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise.

Reagieren Sie sehr sensibel auf Wetterveränderungen, zum Beispiel mit Migräne? Eine sensible Reaktion auf Umweltbedingungen ist an sich nichts Schlechtes. Wir empfehlen, mit einem Blutdruckmessgerät bei unterschiedlichen Wetterbedingungen und bei Migräne so wie bei gutem Wohlbefinden den Blutdruck zu messen, um die persönliche Ursache von Migräne genauer eingrenzen zu können. Auch das Verfolgen des Wetterberichts kann in diesem Zusammenhang aufschlussreich sein.

Im Anschluss haben wir noch ein paar Aspekte zusammengefasst, die Wetterfühligkeit verstärken und verringern können.

  • Alkohol und Nikotin verstärken die Wetterfühligkeit
  • Trinken Sie genug Wasser! Am Besten in Form von Mineralwasser oder als Tee. Dadurch bleiben sie hydriert und unterstützen ihren Kreislauf bei Wetterumschwüngen. So beugen Sie indirekt Migräne vor
  • Wechselduschen oder Fußbäder mit abwechselnd heißem und kaltem Wasser unterstützen ebenfalls den Kreislauf. Auch einen Behälter (z.B. Spülbecken) mit kaltem Wasser zu füllen und die Arme darin 20 Sekunden eintauchen zu lassen kann den Kreislauf wieder aus einem Tief herausziehen.
  • Medikamenteinnahme oder Alkoholkonsum können zu einem Mangel an bestimmten Mineralstoffen wie z.B. Magnesium führen und somit ebenfalls eine Wetterfühligkeit in Zusammenhang mit Migräne hervorrufen. Achten Sie darauf, genug Mineralstoffe mit der Ernährung zu sich zu nehmen oder gegebenenfalls Zusatzpräparate zu kaufen.

Migräne bei Frauen in der Schwangerschaft

Schwangerschaft und Migräne

Zahlreiche Schwangere werden in ihrer Schwangerschaft zum ersten Mal mit Migräne konfrontiert, aber auch Frauen in der Zeit in der sie ihren Eisprung oder ihre Periode haben. Plötzlich leiden sie an heftigen Migräne-Anfällen – und das obwohl sie normalerweise nie Migräneprobleme hatten, nicht einmal Kopfschmerzen.

Dies ist keine Seltenheit. Der Grund für das Auftreten von Migräne während der Schwangerschaft ist der stark veränderte Hormonhaushalt, auch wenn logischerweise während der Schwangerschaft kein Eisprung auftreten kann. Wird eine Frau schwanger, so wird ihr kompletter Hormonhaushalt und der ganze Körper auf die Schwangerschaft eingestellt. Das bedeutet für den Körper eine riesige Umstellung, die zur Folge hat, dass der Hormonhaushalt durcheinander gerät. Hormonschwankungen sind zudem ein verbreiteter Verursacher von Migräne-Attacken.

Allerdings leiden auch viele Frauen an Migräne, während der Eisprung statt findet. Auch in der Phase in der kein Eisprung statt findet, zum Beispiel in der Zeit der Periode kann Migräne verstärkt auftreten. Es gilt allerdings als umstritten, ob ein unterdrückter Eisprung die Migräne Attacken mildert bzw. das Migräneleiden sich allgemein verbessern kann.

Wichtig: Bevor Sie Mittel gegen Migräneanfälle während ihrer Schwangerschaft einnehmen ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren – denn viele Schmerzmittel sind für Schwangere zu stark und können möglicherweise negative Folgen für das Kind mit sich ziehen. Es gibt jedoch einige Medikamente, die Migräne lindern können und keinen Einfluss auf das Wohlbefinden des Kindes haben. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Arzt darüber! Sollten Sie einen normalen Zyklus mit Eisprung haben, wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt, welche Medikation am besten für Sie geeignet ist.

Auch sollten Sie unbedingt mit Ihrer Ernährung darauf achten, dass dem Körper genügend Mineralstoffe zur Verfügung stehen. In der Schwangerschaft benötigt der Körper besonders viel Magnesium – und Magnesiummangel hat sich als ein Aspekt erwiesen, der mit Migräneattacken einhergehen kann.

Natürlich ist es wirklich unerträglich zusätzlich zu den durch die Schwangerschaft hervorgerufenen körperlichen Belastungen, nun auch noch mit Migräneanfällen zu kämpfen zu haben. Dennoch können Sie sich glücklich schätzen: wenn Sie bisher nur während der Schwangerschaft Probleme mit Migräne hatten, dann können Sie davon ausgehen, dass sie nach der Schwangerschaft keine Migräneattacken mehr haben werden, außer möglicherweise in der Zeitspanne wo der Eisprung statt findet.

Können natürliche Präparate Migräne lindern?

Homöopathische Mittel wirken nicht schnell genug, um einen Migräneanfall lindern zu können. Dennoch ist der Einsatz von homöopathischen Mitteln bei Migränepatienten überaus sinnvoll. Die Mittel sollten dann aber vorsorglich eingenommen werden um weiteren Migräneanfällen vorzubeugen. Homöopathische Mittel wirken ganzheitlich. Da Migräne aber unterschiedlichste Ursachen haben kann, ist nicht jedes Mittel bei jeder Person gleich wirkungsvoll gegen Migräne.

Neben Globuli gegen Migräne gibt es eine Vielzahl an Hausmitteln, die sich bereits bewährt haben.

Ein altes Mittel gegen Migräne ist beispielsweise das Mutterkraut. Es kann z.B. in getrockneter Form oder als Extrakt gekauft werden. Wenn es über einen längeren Zeitraum hinweg (z.B. mehrere Monate) eingenommen wird, kann es zu einer Verringerung der Migräneattacken kommen. Das liegt daran, dass durch das Mutterkraut die Ausschüttung des Botenstoffes Serotonin reguliert wird. Unkontrollierte Ausschüttungen von Serotonin können im Zusammenhang mit Migräneanfällen stehen und Migräneattacken und Kopfschmerzen hervorrufen. Durch die Regulation mittels Mutterkraut kann  sich also ein vorbeugender Effekt gegen Migräne ergeben.

Als natürliches Mittel gegen jegliche Art von Kopfschmerz empfiehlt sich außerdem Vanille. Bereits im alten Ägypten war die Vanille ein wichtiges Mittel gegen Kopfschmerz. Der Hintergrund hierzu ist, dass Vanille, wie auch Vanille-Extrakt ein ätherisches Öl namens Eugenol beinhalten. Durch Eugenol werden verstopfte Blutgefäße frei gemacht und Schmerzen gelindert.

Weiterhin sind Präparate aus Lindenblüten und auch als Melisse verbreitet, um Migränebeschwerden vorzubeugen.

Wenn Sie sich dafür interessieren, Migräne mit natürlichen Mitteln bekämpfen zu wollen, so ist anzuraten, dass Sie einen Heilpraktiker aufsuchen oder sich vorher im Internet oder Buchhandel intensiv über die verschiedenen pflanzlichen und homöopathischen Wirkstoffe informieren. Nur so ist gewährleistet, dass Sie das natürliche Präparat so einnehmen, dass es auch wirklich einen positiven Effekt für die Behandlung Ihrer Migräne bieten kann. Man sollte dabei aber nicht vergessen, welche wichtige Rolle der Eisprung und Hormone im Bezug auf Migräne spielen.

Das Aussetzen des Eisprungs

Kann der Eisprung auch mal aussetzen?

Immer wieder berichten Frauen davon, dass sie ihren Eisprung mit einem Eisprungkalender berechnen, und dann trotz ihres digitalen Eisprungmessers keinen Eisprung und keine fruchtbare Phase feststellen können.

Dabei handelt es sich nicht um einen Mess- oder Berechnungsfehler. In der Tat kann es, vor allem bei zunehmendem Alter, immer wieder zu Zyklen ohne Eisprung kommen. Das ist völlig natürlich. Bei einer Frau im Alter von etwa 30 Jahren soll etwa 10 mal jährlich ein Eisprung stattfinden. Wenn man davon ausgeht, dass monatlich eine Periode stattfindet, dann sind in einem Jahr also schon per se zwei Monate ohne Eisprung zu verzeichnen.

Ein fehlender Eisprung geht oft einher mit einem unregelmäßigen Zyklus oder mit einer ausbleibenden Monatsblutung.

Erst wenn mehrmals hintereinander kein Eisprung stattgefunden hat, obwohl man sich auf jeden Fall in einem fruchtbaren Alter (unter 40) befindet, ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen. Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge, denn die sogenannte Anovulation („fehlender Eisprung“) kann meist behandelt werden. Der fehlende Eisprung hängt meistens mit Problemen im Hormonhaushalt zusammen. Deswegen wird vom Arzt alles untersucht, was mit der Hormonproduktion im Körper zu tun hat.

Es kann sein, dass der Eisprung vollkommen ausbleibt. Die Eierstöcke geben dann ihre Funktionsfähigkeit auf. Normalerweise setzt die Menopause erst später ein, deshalb spricht man von „vorzeitigem Eintreten von Wechseljahren“. Davon sind Frauen vor dem 40. Lebensjahr betroffen. Ursache hierfür kann eine genetische Krankheit sein. In jedem Falle ist es notwendig, bei einem längeren Ausbleiben des Eisprunges den Arzt zu konsultieren.

Möglichkeiten eine Schwangerschaft zu planen

Welche Möglichkeiten gibt es, um eine Schwangerschaft herbei zu führen und welche Tipps gibt es zum Eisprung?

Das wichtigste bei einem dringenden Kinderwunsch ist, den Zyklus genau zu beobachten um die fruchtbaren Tage rechtzeitig abzupassen. Das sogenannte „Fruchtbarkeitsfenster“ – also wenige Tage, in denen eine Befruchtung physiologisch überhaupt möglich ist – ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Und das ist nicht genug: auch von Monat zu Monat können das Fruchtbarkeitsfenster und der Eisprung terminlich variieren. Um einen besonders günstigen Moment zur Befruchtung abzupassen, ist es unbedingt zu empfehlen, den Eisprung genau bestimmen zu können.

Zuallererst ist ein Eisprungrechner, wie wir ihn hier auf der Seite anbieten, besonders hilfreich. Hinzu kommt, dass es heutzutage technische Hilfsmittel gibt, mit denen spielend leicht und mit hoher Genauigkeit täglich der Hormonspiegel gemessen werden kann. Wir empfehlen, beide Möglichkeiten ergänzend zueinander zu nutzen, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.

Die Geräte hierfür sind meist klein und handlich, sodass sie auch bei Reisen immer leicht ins Gepäck passen. Über den Urin werden damit die für die Fruchtbarkeit wichtigsten Hormone gemessen. Nach dem Eisprung sind dies das luteinisierende Hormon sowie das Östrogen. Als Resultat einer Messung erhalten Sie eine Wahrscheinlichkeit für Schwangerschaft. In der Regel sind diese Geräte sehr zuverlässig, sodass man sich ohne weiteres an deren Ergebnissen orientieren kann. Auch lässt sich mit einigen Geräten direkt nach einigen Tagen ermitteln, ob der Versuch eine Schwangerschaft ergeben hat oder nicht.

Doch trotz Gerät und optimalem Fruchtbarkeitszeitpunkt nach der Eisprungphase ist nicht garantiert, dass der ungeschützte Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führt.

Warum wird man nicht sofort schwanger?

Es gibt unterschiedlichste Ursachen, warum eine Frau auch bei genauer Eisprungphasenkontrolle und Geschlechtsverkehr während der fruchtbaren Tage nicht schwanger wird.

Allen voran kann es an Zufällen liegen: Z.B. ist das Milieu der Scheide spermienfeindlich, sie können in der Scheide nicht lange „überleben“.

Es gibt des Weiteren körperliche Probleme, die eine Schwangerschaft verhindern können. Hierzu zählen Hormonstörungen, Eileiterprobleme oder die Spermienqualität des Mannes.

Was ist eine Eileiterblockade? Eine Eileiterblockade kann durch verschiedene Probleme hervorgerufen werden.

Eileiterblockade:

Chlamydien: Bei einer Chlamydieninfektion handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit, die über Geschlechtsverkehr übertragen wird. Es geschieht oft, dass Frauen die Infektion nicht bemerken, weil sie ohne Symptome ablaufen kann. Dadurch kann die Eileiter verkleben. Die Folge ist, dass trotz Eisprung keine Befruchtung stattfinden kann, weil die Spermien nicht bis zur Eileiter vordringen können.

Endometriose: Auch bei einer Endometriose, also einer Ausbreitung von Gebärmutterschleimhaut, kann die Eileiter blockiert werden. Auch so wird trotz Eisprung eine Schwangerschaft zur Unmöglichkeit. Besonders wenn Sie Probleme mit starken Schmerzen während ihrer Monatsblutung haben, sollten Sie ihren Arzt bei ausbleibender Schwangerschaft auf Endometriose ansprechen. Die Endometriose kann über Medikamente oder mithilfe einer Operation behandelt werden, sodass die Eileiter wieder frei wird.

Trockenheit der Scheide: Etwa 20 Prozent aller Frauen zwischen 18 und 35 Jahren neigen zu Scheidentrockenheit. Scheidentrockenheit an sich hat natürlich keine Auswirkungen auf den Eisprung, auch nicht auf die Spermien. Allerdings können bestimmte Gleitmittel die Qualität der Spermien vermindern. Es gilt daher, sich unbedingt zu informieren und ein Gleitmittel zu verwenden, dass dem Kinderwunsch entspricht. Damit der Kinderwunsch erfüllt werden kann ist es wichtig, dass der Geschlechtsverkehr unmittelbar in den fruchtbaren Tagen stattfindet. Dies kann schnell zu einem Gefühl von Zwang werden und die Scheidentrockenheit noch verstärken. Hierzu nur ein Tipp: Genießen Sie es, entspannen Sie sich. Lasse Sie zusammen mit Ihrem Partner eine entspannte Atmosphäre zu. So können Sie die Eisprungphase optimal nutzen.

Einflussfaktoren, die eine Schwangerschaft beeinträchtigen können

Rauchen: Rauchen kann bei Männern zu einer schlechteren Spermienqualität führen oder die Anzahl der Spermien im Ejakulat verringern. Auch auf Frauen und ihren Eisprung hat das Rauchen einen negativen Einfluss: es kann bewirken, dass der Eisprung schon viel früher ausfällt. Das heißt, die Menopause kann durch rauchen früher einsetzen, als bei Nichraucherinnen. Abgesehen davon sollten Sie unbedingt aufhören zu rauchen, wenn eine Schwangerschaft angepeilt wird. Nicht nur für den Eisprung ist dies förderlich. Rauchen kann immense Schäden bei ihrem Kind bewirken, in allen Stadien der Schwangerschaft.

Alter: Je älter eine Frau wird, desto weniger Eizellen stehen ihr zur Verfügung. Bereits von Beginn an hat jede Frau eine bestimmte Anzahl an Eizellen, die ab der Pubertät mit jedem Eisprung immer weiter verbraucht wird. Der Eisprung wird deshalb mit zunehmendem Alter immer seltener. Deshalb ist es generell schwieriger, bei einem Alter um die 40 Jahre schwanger zu werden. Unmöglich ist es jedoch nicht, denn der Eisprung findet noch statt. Weil der Eisprung jedoch vor der Menopause seltener stattfindet, ist es zunehmend schwieriger, den richtigen fruchtbaren Eisprungtermin abzupassen.

Scheinbare Unfruchtbarkeit: Es gibt Paare, die laut Ärzten vollkommen gesund und fruchtbar sind, bei denen es aber trotzdem nicht zu einer Schwangerschaft kommt. Gerade bei einem intensiven Kinderwunsch kann dies schnell zu großen Problemen in der Partnerschaft und zu Selbstzweifeln führen. Für Paare, die sich in einer solchen Situation befinden gibt es letztlich nur einen Rat: sich entspannen, die Zweifel und Anspannung aufgeben und es einfach ein paar Jahre weiter versuchen.

Medikamente: Es gibt Medikamente, die die Eisprunghäufigkeit verringern können. Falls Sie bestimmte Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie sich von Ihrem Arzt hinsichtlich der Vereinbarkeit des Medikaments mit einem Kinderwunsch beraten lassen.

Über- und Untergewicht: Übergewicht und auch Untergewicht haben gegebenenfalls Auswirkungen auf die Eisprunghäufigkeit. Das liegt daran, dass dadurch der weibliche Zyklus verändert werden kann. Auch bei Männern haben starke Gewichtsprobleme gegebenenfalls einen großen Einfluss auf die Qualität der Spermien.

Fertilitätsprobleme:

Trotz Eisprung und gesunden Spermien kommt es vor, dass sich der Kinderwunsch von Paaren nicht erfüllt. Typische Fertilitätsprobleme sind hierbei Probleme im Hormonhaushalt oder körperliche Probleme. Auch wenn ein solches Fertilitätsproblem vorliegt ist kein Grund zur Panik angesagt. Viele Probleme können medizinisch behandelt werden.

Hier ein paar interessante Tipps zum Schwanger werden:

 

Eisprungforschung – welchen Effekt hat der Eisprung auf die Frau?

Zahlreiche wissenschaftliche Studien setzen sich mit dem Thema Eisprung auseinander und geben Tipps ab, was bei Frauen während des Eisprunges geschieht. Auch wenn die einzelnen Aspekte nicht als harte Fakten anerkannt werden sollten, die auf alle Frauen zutreffen, so geben sie doch interessante Einblicke.

Im Gegensatz zu vielen anderen Säugetierarten läuft der Eisprung beim Menschen relativ unauffällig ab. Das heißt, wir können normalerweise nicht sofort erkennen, ob eine Frau gerade einen Eisprung hat oder nicht. Nicht einmal die Frau selbst kann dies zuverlässig erkennen. Wissenschaftler nehmen deshalb an, dass es für Menschen in der Evolution wichtig war, seinen Eisprung verheimlichen zu können. Dadurch, dass Männer nicht erkennen, wann Frauen sich im Eisprung befinden, müssen sie ihnen durchgehend Aufmerksamkeit widmen. So sind Frauen nicht nur wenige Tage im Monat für die Männer interessant, sondern durchgehend. Dieser evolutionär entwickelte Trick in der Natur des Eisprunges hat womöglich sogar die Partnerschaft als häufigstes Beziehungsmodell unserer Zeit veranlasst.

Dennoch ließen sich bei Frauen in der Eisprungphase Veränderungen in Aussehen und Körpersprache feststellen. Beispielsweise fanden Forscher der Université de Bretagne-Sud heraus, dass Frauen in der Eisprungphase einen langsameren Gang haben. Männer erkennen dies auch, und bewerten den Gang als attraktiver. Auch der Tanzstil bei Frauen ändert sich laut einer Studie der Universität Göttingen in der Eisprungphase. Zudem wurde nachgewiesen, dass sich Frauen während dieser Zeit provokativer Kleiden.

Auch sollen fruchtbare Frauen um den Eisprung herum besonders überzeugend wirken. Daraus lässt sich schon die Annahme ableiten, ob man den Eisprung nicht gezielt einsetzen könnte, um zum Beispiel beruflich bestimmte Ziele zu erreichen oder mit wichtigen Vorgesetzten zu sprechen?

Letztlich lässt sich nun festhalten, dass es in Sachen Eisprung und Fruchtbarkeit noch viele offene Fragen gibt. Es handelt sich jedoch um ein unheimlich spannendes Thema. Es lohnt sich also nicht nur bei Kinderwunsch, sich mit dem Eisprung genauer auseinander zu setzen!

Eisprung und Lebensalter

Eisprung und Lebensalter

Mit zunehmendem Alter haben Frauen immer seltener einen Eisprung. Frauen haben eine bestimmte Anzahl an Eizellen für ihr Leben zur Verfügung, die seit der Pubertät mit der Zeit beim Eisprung „aufgebraucht“ wird. Bereits Anfang 30 ist die Zahl der für den Eisprung zur Verfügung stehenden Eizellen stark zurückgegangen. Etwa ab einem Alter von 25 Jahren nimmt die Eisprungfrequenz deshalb immer mehr ab. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie mit 30 oder 40 gar nicht mehr schwanger werden können. Es könnte jedoch sein, dass es länger dauert, bis sie einen Eisprungtermin so günstig nutzen, dass es zu einer Schwangerschaft kommt. Die Schwangerschaftsplanung wird dadurch schwieriger.

Es ist nicht nötig, nervös zu werden, wenn nach Monaten des Kinderwunsches und der Eisprungberechnung immer noch keine Befruchtung stattgefunden hat. Bei den allerwenigsten Paaren klappt es mit dem schwanger werden bei den ersten Versuchen. Es ist durchaus normal, dass eine Frau in einem Alter von weniger als 35 Jahren bis zu einem Jahr Zeit braucht, bis der Eisprung genau zum richtigen Zeitpunkt erwischt wird. Soll heißen: machen Sie sich nicht verrückt, wenn Sie auch nach 10 Monaten des stetigen Versuchens noch keinen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten.

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Tatsächlich benötigen die allermeisten Paare etwa ein Jahr vom Kinderwunsch bis zur Schwangerschaft. Erst nach einem Jahr sollten Paare unter 35 einen Arzt aufsuchen um sich Unterstützung und Rat in Sachen Kinderwunsch und Eisprung zu holen. Da der Eisprung bei zunehmendem Alter immer weiter zurückgeht und auch die Wahrscheinlichkeit für genetische Fehlbildungen beim Kind mit zunehmendem Alter der Mutter immer weiter steigt, sollten Frauen mit Kinderwunsch ab einem Alter von 35 bereits nach einem halben Jahr der gezielten Eisprungberechnung mit Schwangerschaftsziel den Arzt um Rat bitten. Ab einem Alter von 40 Jahren empfiehlt es sich bei Kinderwunsch ohne Wartephase direkt Ihren Frauenarzt anzusprechen.

Der Grund für die mit zunehmendem Alter steigende Wahrscheinlichkeit für Fehlbildungen beim Säugling ist wahrscheinlich, dass die Qualität der Eizellen, die beim Eisprung zur Befruchtung freigegeben werden, mit der Zeit immer weiter abnimmt. Die Eizellen lagern bereits sehr lange im Unterleib der Frau – sie sind sozusagen „nicht mehr so frisch“. Bisher konnte wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden, dass Eizellen im Unterleib der Frau im Laufe des Lebens neu gebildet werden. Studien an Mäusen zeigten jedoch, dass dies theoretisch möglich ist. Es könnte also sein, dass diese Sichtweise von „ausgehenden, zur Verfügung stehenden Eizellen“ in Zukunft auf einen neuen Stand gebracht werden muss.

Auf jeden Fall gilt es, sich bei Kinderwunsch nicht durch das eigene Alter unter Druck setzen zu lassen. Erst ab einem Alter von 40 Jahren ist die Chancen für eine Schwangerschaft bei einer Frau sehr gering – aber nicht unmöglich. Besonders von Bedeutung ist hierfür die Beobachtung des Eisprungs.

Die Abnahme der Eisprungwahrscheinlichkeit wird besonders verständlich, wenn man einen Blick auf die Ergebnisse der Studien der Human Fertilisation and Embryology Authority wirft: bei drei Jahren Geschlechtsverkehr ohne Verhütung werden etwa 95 Prozent aller Frauen Anfang – Mitte 20 schwanger. Bei Frauen im Alter von 28 Jahren sind es hingegen nur noch 75 Prozent.

Eisprung Rechner & Fragen

Der Eisprung – was ist das?

Jede fruchtbare Frau hat einen Zyklus, der in den meisten Fällen zwischen 23 und 38 Tagen lang ist. Ein Eisprung geschieht in jedem Zyklus einmal. Es handelt sich um den Zeitpunkt, in dem die Eizelle im Eierstock für die Befruchtung freigesetzt wird. Wenn der Eisprung stattgefunden hat, kann die Eizelle durch eine Spermazelle befruchtet werden. Ein stattgefundener Eisprung ist demnach die Voraussetzung für eine Befruchtung und damit für eine Schwangerschaft.

 

(c) www.BMI-Rechner.net

Wie läuft ein Zyklus ab?

Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung. Bereits an diesem Tag beginnt der Körper damit, sich auf den Eisprung vorzubereiten. Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) regt die Produktion von FSH an, dem „follikelstimulierenden Hormon“. Dieses regt wiederum die Eierstöcke an, eine Eizelle heranreifen zu lassen. Bei Follikeln handelt es sich um Hohlräume in den Eierstöcken, die mit Flüssigkeit gefüllt sind.

In jedem Follikel ist eine unentwickelte Eizelle platziert. Durch FSH werden die Follikel zum Wachstum angeregt, wobei sie das Hormon Östrogen erzeugen. Entsprechend steigt der Östrogenspiegel mit dem Zyklusverlauf an. Während der Entwicklung der Follikel wird in der Regel einer davon dominant, sodass die Eizelle in diesem Follikel vollständig heranreift. Der höhere Östrogenspiegel lässt die Schleimhaut in der Gebärmutter anwachsen. Dies ist Voraussetzung für die Einnistung des Eis und seine vollständige Entwicklung während der Schwangerschaft. Durch Östrogen wird die Produktion des luteinisierenden Hormons angeregt – der sogenannte „LH-Anstieg“ erfolgt. Hierdurch platzt irgendwann der dominante Follikel, der die herangereifte Eizelle freilässt. Dies ist der Eisprung.

Wenn dieser stattgefunden hat, wandert das Ei den Eileiter entlang. Gleichzeitig beginnt die Produktion von Progesteron im dominanten Follikel. Das Progesteron dient dem Körper zur Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft, indem es den weiteren Aufbau der Gebärmutterschleimhaut unterstützt. Diese Phase des Zyklus ist für viele Frauen mit typischen Symptomen wie Bauchkrämpfen, Ziehen in den Brüsten, Kopfschmerzen oder Übellaunigkeit verbunden. Diese werden unter dem Begriff „Prämenstruelles Syndrom“ (PMS) zusammengefasst.

Wird die Eizelle nach dem Eisprung nicht befruchtet, schrumpft der Follikel, wodurch Östrogen und Progesteron im Blut absinken. Dies bewirkt, dass die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut nicht erhalten werden kann. Diese löst sich ab, was durch die Periodenblutung sichtbar wird. Erfolgt hingegen nach dem Eisprung die Befruchtung der Eizelle, nistet sich diese in der Gebärmutter ein. Der Körper beginnt, das Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin) zu produzieren. Dieses hält den dominanten Follikel aktiv. Er schrumpft nicht, sondern produziert weiterhin Östrogen und Progesteron, wodurch die Gebärmutterschleimhaut aufrecht erhalten wird. Dies ist wichtig für den Erhalt der Schwangerschaft.

Wie lange dauert ein Menstruationszyklus?

In vielen Büchern und entsprechenden Artikeln im Internet findet sich die Angabe, dass ein Menstruationszyklus 28 Tage dauert. Das ist so aber nicht richtig. Ein normaler Zyklus kann 23 Tage oder 38 Tage dauern. Dies ist nicht nur von Frau zu Frau unterschiedlich. Auch einzelne Zyklen einer Frau unterscheiden sich in ihrer Länge. Häufig ist Stress ein Einflussfaktor, der den Zyklus (stark) verlängern kann. Entsprechend findet der Eisprung auch nicht zwangsläufig am 14. Tag statt. Er kann auch früher oder später erfolgen. Bei sehr kurzen Zyklen ist es deshalb sogar möglich, während der Periode schwanger zu werden, falls der Eisprung kurze Zeit nach der Regelblutung erfolgt und zu diesem Zeitpunkt noch Spermien im Körper der Frau überlebt haben.

Warum ist es wichtig, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen?

Da ein Eisprung die Voraussetzung für eine Schwangerschaft ist, lohnt sich das Bestimmen des Zeitpunkts für jede Frau mit Kinderwunsch. Das gilt vor allem dann, falls der Wunsch nach einem Kind schon länger besteht und es bisher noch nicht „geklappt“ hat. Aber auch für die Schwangerschaftsverhütung spielt der Eisprung eine große Rolle. Eine Frau, die NFP (Natürliche Familienplanung) praktiziert, kann ab einem bestimmten Zeitpunkt nach einem festgestellten Eisprung auf weitere Verhütung verzichten. Denn eine Befruchtung ist nur in einem bestimmten Zeitraum um den Eisprung herum möglich.

In welchem Zeitraum ist eine Schwangerschaft möglich?

Eine Frau kann nicht zu jedem Zeitpunkt des Zyklus schwanger werden. Denn das Ei ist nur in einem bestimmten Zeitraum befruchtungsfähig. Grundsätzlich hat die Eizelle nach dem Eisprung eine Lebensdauer von maximal 24 Stunden. Hinzu kommt, dass auch die Spermazellen eine gewisse Lebenserwartung haben. In den meisten Fällen leben sie drei bis fünf Tage, wenn sie sich im Gebärmutterhals befinden. Es gibt aber auch solche mit einer längeren Lebenserwartung, auch wenn dies seltener vorkommt. Vor dem Eisprung sollte also kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden, wenn eine Schwangerschaft sicher ausgeschlossen werden soll. Die Chance auf eine Schwangerschaft ist umso höher, je näher der Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs am Zeitpunkt des Eisprungs liegt. Ist der Eisprung sicher festgestellt und einige Zeit danach vergangen, kann eine Schwangerschaft aufgrund der begrenzten Lebensdauer der Eizelle bis zum Ende des Zyklus ausgeschlossen werden.

Die Lebensdauer von Eizelle und Spermazellen bestimmen also für eine mögliche Schwangerschaft einen Zeitraum von fünf Tagen vor dem Eisprung und 24 Stunden nach dem Eisprung. Es ist allerdings in Einzelfällen möglich, dass eine Spermazelle länger als fünf Tage überleben kann. Vor dem Eisprung sollte zur sicheren Schwangerschaftsverhütung also kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.

Wann ist eine Schwangerschaft am wahrscheinlichsten?

Eine Schwangerschaft ist umso wahrscheinlicher, je näher der Geschlechtsverkehr am Zeitpunkt des Eisprungs liegt. Am besten ist es, wenn am Tag des Eisprungs Geschlechtsverkehr stattfindet. Da die meisten Spermazellen drei bis fünf Tage leben, kann auch Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führen, der fünf Tage vor dem Eisprung ungeschützt stattgefunden hat.

Auch bei noch früherem Geschlechtsverkehr ist eine Schwangerschaft in Einzelfällen möglich, falls eine Spermazelle besonders lange überlebt hat. Eine Eizelle hat nach dem Eisprung eine Lebensdauer von ungefähr 24 Stunden und ist auch nur in diesem Zeitraum befruchtungsfähig. Danach ist eine Schwangerschaft nicht mehr möglich, bis der nächste Eisprung im folgenden Zyklus stattfindet.

Wie kann der Eisprung festgestellt werden?

Es gibt verschiedene Methoden, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen. Diese bieten unterschiedliche Sicherheit. Grundsätzlich hat jede Frau bestimmte körperliche Symptome, die sich mit dem Zyklus verändern. Viele Frauen haben kurz vor und während dem Eisprung Schmerzen in den Brüsten, ein Ziehen im Unterleib oder auch eine leichte Ovulationsblutung. Allerdings ist nicht jede Frau davon betroffen und die entsprechenden Symptome sind bei verschiedenen Frauen verschieden stark ausgeprägt.

Hier lohnt sich eine intensive Selbstbeobachtung über mehrere Zyklen hinweg, um festzustellen, wie die eigenen Symptome ausfallen. Es gibt aber auch Anzeichen, die zuverlässiger sind. Wenn mehrere davon gemeinsam ausgewertet werden, lässt sich das Datum des Eisprungs festlegen. Zu diesen Anzeichen gehören die Struktur des Zervixschleims, die Körpertemperatur und die Lage des Muttermundes. Eine dieser Methoden alleine ist hingegen nicht ausreichend, um den Eisprung mit genügender Sicherheit festzustellen.

Welche Methoden zur Feststellung des Eisprungs können angewendet werden?

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden, um den Termin des Eisprungs festzustellen und Zyklen zu beobachten und miteinander zu vergleichen. Die erste Methode ist ein Fruchtbarkeitskalender. Die zweite Methode sind Ovulationstests. Einen Ovulationstest gibt es in der Apotheke. Es handelt sich hierbei um einen Urintest, der durch Farbveränderung anzeigt, ob der Eisprung bevorsteht. Dies funktioniert über den Nachweis des luteinisierenden Hormons (LH). Ein ansteigender LH-Spiegel zeigt den einen bis zwei Tage bevorstehenden Eisprung.

Der Fruchtbarkeitskalender (auf dem NFP basiert) vergleicht zwei körperliche Symptome miteinander. Dies sind entweder die Körpertemperatur in Verbindung mit dem Zervixschleim oder die Körpertemperatur in Verbindung mit der Lage des Muttermundes. Dabei wird die Körpertemperatur auch als „Basaltemperatur“ bezeichnet.

Wie zeigt die Temperatur den Eisprung an?

Grundsätzlich ist die Temperatur alleine kein zuverlässiger Indikator für einen Eisprung. Ihre Messung ist aber dennoch für seine Bestimmung notwendig. Die Basaltemperatur ist vom Eisprung abhängig. Sie steigt an, nachdem er stattgefunden hat, wobei der Anstiegt 0.5 Grad Celsius beträgt. Sie bleibt dann auf diesem Niveau, bis die Regelblutung einsetzt.

Zu welchem Zeitpunkt muss die Temperatur gemessen werden?

Um die Messung der Basaltemperatur für die Empfängnisverhütung einzusetzen, muss sie sorgfältig und regelmäßig gemessen werden. Sehr wichtig ist außerdem der Zeitpunkt des Messens. Es muss nach einer Ruhezeit erfolgen, wobei prinzipiell nur die Zeit nach dem Nachtschlaf geeignet ist. Die Temperatur wird vor dem Aufstehen gemessen und dabei am besten direkt nach dem Aufwachen. Eine Messung zu einem späteren Zeitpunkt des Tages ist fehleranfällig und nicht zu empfehlen. Hier gibt es zu viele Störfaktoren, die sich auf die Körpertemperatur auswirken.

Wie wird die Temperatur gemessen?

Die Temperatur kann vaginal, oral oder rektal gemessen werden. Eine Messung unter dem Arm ist zu unsicher. Verwendet werden können analoge oder digitale Thermometer, wobei das digitale Thermometer zwei Nachkommastellen besitzen sollte. Ideal geeignet sind solche Thermometer, die speziell für NFP entwickelt worden sind.

Wie kann der Zervixschleim beobachtet werden?

Der Zervixschleim verändert sich über den Zyklus. Seine Funktion besteht darin, den Spermazellen ihren Aufstieg zu erleichtern. Entsprechend ist seine Konsistenz um den Eisprung herum fast gel-artig. Hier wird von einer besonders hohen „Schleimqualität“ gesprochen. An anderen Tagen des Zyklus ist er eher „pappig“. Viele Frauen sind in der Lage, entsprechende Veränderungen mit etwas Übung deutlich wahrzunehmen. Der „Schleimhöhepunkt“ gemeinsam mit dem bleibenden Temperaturanstieg von einem halben Grad Celsius zeigt den stattgefundenen Eisprung an. Die Entwicklung des Schleims hängt vom Östrogenspiegel im Körper ab, der von den heranwachsenden Follikeln beeinflusst wird.

Wie läuft eine Befruchtung ab?

Die Befruchtung erfolgt, wenn eine lebende Spermazelle auf eine lebende Eizelle trifft und mit dieser verschmilzt. Sie findet im Eileiter statt, in den das Ei nach dem Eisprung gewandert ist. Die durch die Spermazelle befruchtete Eizelle wird als „Zygote“ bezeichnet. Nach der Befruchtung wandert die Eizelle in die Gebärmutter, was etwa vier Tage benötigt. Dort nistet sie sich ein. Hierdurch wird der Startpunkt für die Entwicklung des Embryos gelegt.