Das Aussetzen des Eisprungs

Kann der Eisprung auch mal aussetzen?

Immer wieder berichten Frauen davon, dass sie ihren Eisprung mit einem Eisprungkalender berechnen, und dann trotzdem mit ihrem digitalen Eisprungmesser keinen Eisprung keinen Eisprung, keine fruchtbare Phase feststellen können.

Dabei handelt es sich nicht um einen Mess- oder Berechnungsfehler. In der Tat kann es, vor allem bei zunehmendem Alter, immer wieder zu Zyklen ohne Eisprung kommen. Das ist völlig natürlich. Bei einer Frau im Alter von etwa 30 Jahren soll etwa 10 mal jährlich ein Eisprung stattfinden. Wenn man davon ausgeht, dass monatlich eine Periode stattfindet, dann sind in einem Jahr also schon per se zwei Monate ohne Eisprung zu verzeichnen.

Ein fehlender Eisprung geht oft einher mit einem unregelmäßigen Zyklos oder mit einer ausbleibenden Monatsblutung.

Erst wenn mehrmals hintereinander kein Eisprung stattgefunden hat, obwohl man sich auf jeden Fall in einem fruchtbaren Alter (unter 40) befindet, ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen. Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge, denn die sogenannte Anovulation („fehlender Eisprung“) kann meist behandelt werden. Der fehlende Eisprung hängt meistens mit Problemen im Hormonhaushalt zusammen. Deswegen wird vom Arzt alles untersucht, was mit der Hormonproduktion im Körper zu tun hat.

Es kann sein, dass der Eisprung vollkommen ausbleibt. Die Eierstöcke geben dann ihre Funktionsfähigkeit auf. Normalerweise setzt die Menopause erst später ein, deshalb spricht man von „vorzeitigem Eintreten von Wechseljahren“. Davon sind Frauen vor dem 40. Lebensjahr betroffen. Ursache hierfür kann eine genetische Krankheit sein. In jedem Falle ist es notwendig, bei einem längeren Ausbleiben des Eisprunges den Arzt zu konsultieren.

Möglichkeiten eine Schwangerschaft zu planen

Welche Möglichkeiten gibt es, um eine Schwangerschaft herbei zu führen und welche Tipps gibt es zum Eisprung?

Das wichtigste bei einem dringenden Kinderwunsch ist, den Zyklus genau zu beobachten um die fruchtbaren Tage rechtzeitig abzupassen. Das sogenannte „Fruchtbarkeitsfenster“ – also wenige Tage, in denen eine Befruchtung physiologisch überhaupt möglich ist – ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Und das ist nicht genug: auch von Monat zu Monat können das Fruchtbarkeitsfenster und der Eisprung terminlich variieren. Um einen besonders günstigen Moment zur Befruchtung abzupassen, ist es unbedingt zu empfehlen, den Eisprung genau zu bestimmen.

Zuallererst ist ein Eisprungrechner, wie wir ihn hier auf der Seite anbieten, besonders hilfreich. Hinzu kommt, dass es heutzutage technische Hilfsmittel gibt, mit denen spielend leicht und mit hoher Genauigkeit täglich der Hormonspiegel gemessen werden kann. Wir empfehlen, beide Möglichkeiten ergänzend zueinander zu nutzen, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen.

Die Geräte hierfür sind meist klein und handlich, sodass sie auch bei Reisen immer leicht ins Gepäck passen. Über den Urin werden damit die für die Fruchtbarkeit wichtigsten Hormone gemessen. Nach dem Eisprung sind dies das luteinisierende Hormon sowie das Östrogen. Als Resultat einer Messung erhalten Sie eine Wahrscheinlichkeit für Schwangerschaft. In der Regel sind diese Geräte sehr zuverlässig, sodass man sich ohne weiteres an deren Ergebnissen orientieren kann. Auch lässt sich mit einigen Geräten direkt nach einigen Tagen ermitteln, ob der Versuch eine Schwangerschaft ergeben hat oder nicht.

Doch trotz Gerät und optimalem Fruchtbarkeitszeitpunkt nach der Eisprungphase ist nicht garantiert, dass der ungeschützte Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führt.

Warum wird man nicht sofort schwanger?

Es gibt unterschiedlichste Ursachen, warum eine Frau auch bei genauer Eisprungphasenkontrolle und Geschlechtsverkehr während der fruchtbaren Tage nicht schwanger wird.

Allen voran kann es an Zufällen liegen:z.B. ist das Milieu der Scheide spermienfeindlich, sie können in der Scheide nicht lange „überleben“.

Es gibt desweiteren körperliche Probleme, die eine Schwangerschaft verhindern können. Hierzu zählen Hormonstörungen, Eileiterprobleme oder die Spermienqualität des Mannes.

Was ist eine Eileiterblockade? Eine Eileiterblockade kann durch verschiedene Probleme hervorgerufen werden.

Eileiterblockade:

Chlamydien: Bei einer Chlamydieninfektion handelt es sich um eine Geschlechtskrankheit, die über Geschlechtsverkehr übertragen wird. Es geschieht oft, dass Frauen die Infektion nicht bemerken, weil sie ohne Symptome ablaufen kann. Dadurch kann die Eileiter verkleben. Die Folge ist, dass trotz Eisprung keine Befruchtung stattfinden kann, weil die Spermien nicht bis zur Eileiter vordringen können.

Endometriose: Auch bei einer Endometriose, also einer Ausbreitung von Gebärmutterschleimhaut, kann die Eileiter blockiert werden. Auch so wird trotz Eisprung eine Schwangerschaft zur Unmöglichkeit. Besonders wenn Sie Probleme mit starken Schmerzen während ihrer Monatsblutung haben, sollten Sie ihren Arzt bei ausbleibender Schwangerschaft auf Endometriose ansprechen. Die Endometriose kann über Medikamente oder mithilfe einer Operation behandelt werden, sodass die Eileiter wieder frei wird.

Trockenheit der Scheide: Etwa 20 Prozent aller Frauen zwischen 18 und 35 Jahren neigen zu Scheidentrockenheit. Scheidentrockenheit an sich hat natürlich keine Auswirkungen auf den Eisprung, auch nicht auf die Spermien. Allerdings können bestimmte Gleitmittel die Qualität der Spermien vermindern. Es gilt daher, sich unbedingt zu informieren und ein Gleitmittel zu verwenden, dass dem Kinderwunsch entspricht. Damit der Kinderwunsch erfüllt werden kann ist es wichtig, dass der Geschlechtsverkehr unmittelbar in den fruchtbaren Tagen stattfindet. Dies kann schnell zu einem Gefühl von Zwang werden und die Scheidentrockenheit noch verstärken. Hierzu nur ein Tipp: Genießen Sie es, entspannen Sie sich. Lasse Sie zusammen mit Ihrem Partner eine entspannte Atmosphäre zu. So können Sie die Eisprungphase optimal nutzen.

 

Einflussfaktoren, die eine Schwangerschaft beeinträchtigen können

Rauchen: Rauchen kann bei Männern zu einer schlechteren Spermienqualität führen oder die Anzahl der Spermien im Ejakulat verringern. Auch auf Frauen und ihren Eisprung hat das Rauchen einen negativen Einfluss: es kann bewirken, dass der Eisprung schon viel früher ausfällt. Das heißt, die Menopause kann durch rauchen früher einsetzen, als bei Nichraucherinnen. Abgesehen davon sollten Sie unbedingt aufhören zu rauchen, wenn eine Schwangerschaft angepeilt wird. Nicht nur für den Eisprung ist dies förderlich. Rauchen kann immense Schäden bei ihrem Kind bewirken, in allen Stadien der Schwangerschaft.

Alter: Je älter eine Frau wird, desto weniger Eizellen stehen ihr zur Verfügung. Bereits von Beginn an hat jede Frau eine bestimmte Anzahl an Eizellen, die ab der Pubertät mit jedem Eisprung immer weiter verbraucht wird. Der Eisprung wird deshalb mit zunehmendem Alter immer seltener. Deshalb ist es generell schwieriger, bei einem Alter um die 40 Jahre schwanger zu werden. Unmöglich ist es jedoch nicht, denn der Eisprung findet noch statt. Weil der Eisprung jedoch vor der Menopause seltener stattfindet, ist es zunehmend schwieriger, den richtigen fruchtbaren Eisprungtermin abzupassen.

Scheinbare Unfruchtbarkeit: Es gibt Paare, die laut Ärzten vollkommen gesund und fruchtbar sind, bei denen es aber trotzdem nicht zu einer Schwangerschaft kommt. Gerade bei einem intensiven Kinderwunsch kann dies schnell zu großen Problemen in der Partnerschaft und zu Selbstzweifeln führen. Für Paare, die sich in einer solchen Situation befinden gibt es letztlich nur einen Rat: sich entspannen, die Zweifel und Anspannung aufgeben und es einfach ein paar Jahre weiter versuchen.

Medikamente: Es gibt Medikamente, die die Eisprunghäufigkeit verringern können. Falls Sie bestimmte Medikamente einnehmen müssen, sollten Sie sich von Ihrem Arzt hinsichtlich der Vereinbarkeit des Medikaments mit einem Kinderwunsch beraten lassen.

Über- und Untergewicht: Übergewicht und auch Untergewicht haben gegebenenfalls Auswirkungen auf die Eisprunghäufigkeit. Das liegt daran, dass dadurch der weibliche Zyklus verändert werden kann. Auch bei Männern haben starke Gewichtsprobleme gegebenenfalls einen großen Einfluss auf die Qualität der Spermien.

Fertilitätsprobleme:

Trotz Eisprung und gesunden Spermien kommt es vor, dass sich der Kinderwunsch von Paaren nicht erfüllt. Typische Fertilitätsprobleme sind hierbei Probleme im Hormonhaushalt oder körperliche Probleme. Auch wenn ein solches Fertilitätsproblem vorliegt ist kein Grund zur Panik angesagt. Viele Probleme können medizinisch behandelt werden.

Hier ein paar interessante Tipps zum Schwanger werden:

 

Eisprungforschung – welchen Effekt hat der Eisprung auf die Frau?

Zahlreiche wissenschaftliche Studien setzen sich mit dem Thema Eisprung auseinander und geben Tipps ab, was bei Frauen während des Eisprunges geschieht. Auch wenn die einzelnen Aspekte nicht als harte Fakten anerkannt werden sollten, die auf alle Frauen zutreffen, so geben sie doch interessante Einblicke.

Im Gegensatz zu vielen anderen Säugetierarten läuft der Eisprung beim Menschen relativ unauffällig ab. Das heißt, wir können normalerweise nicht sofort erkennen, ob eine Frau gerade einen Eisprung hat oder nicht. Nicht einmal die Frau selbst kann dies zuverlässig erkennen. Wissenschaftler nehmen deshalb an, dass es für Menschen in der Evolution wichtig war, seinen Eisprung verheimlichen zu können. Dadurch, dass Männer nicht erkennen, wann Frauen sich im Eisprung befinden, müssen sie ihnen durchgehend Aufmerksamkeit widmen. So sind Frauen nicht nur wenige Tage im Monat für die Männer interessant, sondern durchgehend. Dieser evolutionär entwickelte Trick in der Natur des Eisprunges hat womöglich sogar die Partnerschaft als häufigstes Beziehungsmodell unserer Zeit veranlasst.

Dennoch ließen sich bei Frauen in der Eisprungphase Veränderungen in Aussehen und Körpersprache feststellen. Beispielsweise fanden Forscher der Université de Bretagne-Sud heraus, dass Frauen in der Eisprungphase einen langsameren Gang haben. Männer erkennen dies auch, und bewerten den Gang als attraktiver. Auch der Tanzstil bei Frauen ändert sich laut einer Studie der Universität Göttingen in der Eisprungphase. Zudem wurde nachgewiesen, dass sich Frauen während dieser Zeit provokativer Kleiden.

Auch sollen fruchtbare Frauen um den Eisprung herum besonders überzeugend wirken. Daraus lässt sich schon die Annahme ableiten, ob man den Eisprung nicht gezielt einsetzen könnte, um zum Beispiel beruflich bestimmte Ziele zu erreichen oder mit wichtigen Vorgesetzten zu sprechen?

Letztlich lässt sich nun festhalten, dass es in Sachen Eisprung und Fruchtbarkeit noch viele offene Fragen gibt. Es handelt sich jedoch um ein unheimlich spannendes Thema. Es lohnt sich also nicht nur bei Kinderwunsch, sich mit dem Eisprung genauer auseinander zu setzen!

Eisprung und Lebensalter

Eisprung und Lebensalter

Mit zunehmendem Alter haben Frauen immer seltener einen Eisprung. Frauen haben eine bestimmte Anzahl an Eizellen für ihr Leben zur Verfügung, die seit der Pubertät mit der Zeit beim Eisprung „aufgebraucht“ wird. Bereits Anfang 30 ist die Zahl der für den Eisprung zur Verfügung stehenden Eizellen stark zurückgegangen. Etwa ab einem Alter von 25 Jahren nimmt die Eisprungfrequenz deshalb immer mehr ab. Das bedeutet natürlich nicht, dass Sie mit 30 oder 40 gar nicht mehr schwanger werden können. Es könnte jedoch sein, dass es länger dauert, bis sie einen Eisprungtermin so günstig nutzen, dass es zu einer Schwangerschaft kommt.

Es ist nicht nötig, nervös zu werden, wenn nach Monaten des Kinderwunsches und der Eisprungberechnung immer noch keine Befruchtung stattgefunden hat. Bei den allerwenigsten Paaren klappt es mit dem schwanger werden bei den ersten Versuchen. Es ist durchaus normal, dass eine Frau in einem Alter von weniger als 35 Jahren bis zu einem Jahr Zeit braucht, bis der Eisprung genau zum richtigen Zeitpunkt erwischt wird. Soll heißen: machen Sie sich nicht verrückt, wenn Sie auch nach 10 Monaten des stetigen Versuchens noch keinen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten.

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Tatsächlich benötigen die allermeisten Paare etwa ein Jahr vom Kinderwunsch bis zur Schwangerschaft. Erst nach einem Jahr sollten Paare unter 35 einen Arzt aufsuchen um sich Unterstützung und Rat in Sachen Kinderwunsch und Eisprung zu holen. Da der Eisprung bei zunehmendem Alter immer weiter zurückgeht und auch die Wahrscheinlichkeit für genetische Fehlbildungen beim Kind mit zunehmendem Alter der Mutter immer weiter steigt, sollten Frauen mit Kinderwunsch ab einem Alter von 35 bereits nach einem halben Jahr der gezielten Eisprungberechnung mit Schwangerschaftsziel den Arzt um Rat bitten. Ab einem Alter von 40 Jahren empfiehlt es sich bei Kinderwunsch ohne Wartephase direkt Ihren Frauenarzt anzusprechen.

Der Grund für die mit zunehmendem Alter steigende Wahrscheinlichkeit für Fehlbildungen beim Säugling ist wahrscheinlich, dass die Qualität der Eizellen, die beim Eisprung zur Befruchtung freigegeben werden, mit der Zeit immer weiter abnimmt. Die Eizellen lagern bereits sehr lange im Unterleib der Frau – sie sind sozusagen „nicht mehr so frisch“. Bisher konnte wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden, dass Eizellen im Unterleib der Frau im Laufe des Lebens neu gebildet werden. Studien an Mäusen zeigten jedoch, dass dies theoretisch möglich ist. Es könnte also sein, dass diese Sichtweise von „ausgehenden, zur Verfügung stehenden Eizellen“ in Zukunft auf einen neuen Stand gebracht werden muss.

Auf jeden Fall gilt es, sich bei Kinderwunsch nicht durch das eigene Alter unter Druck setzen zu lassen. Erst ab einem Alter von 40 Jahren ist die Chancen für eine Schwangerschaft bei einer Frau sehr gering – aber nicht unmöglich. Besonders von Bedeutung ist hierfür die Beobachtung des Eisprungs.

Die Abnahme der Eisprungwahrscheinlichkeit wird besonders verständlich, wenn man einen Blick auf die Ergebnisse der Studien der Human Fertilisation and Embryology Authority wirft: bei drei Jahren Geschlechtsverkehr ohne Verhütung werden etwa 95 Prozent aller Frauen Anfang – Mitte 20 schwanger. Bei Frauen im Alter von 28 Jahren sind es hingegen nur noch 75 Prozent.

Eisprung Rechner & Fragen

Der Eisprung – was ist das?

Jede fruchtbare Frau hat einen Zyklus, der in den meisten Fällen zwischen 23 und 38 Tagen lang ist. Ein Eisprung geschieht in jedem Zyklus einmal. Es handelt sich um den Zeitpunkt, in dem die Eizelle im Eierstock für die Befruchtung freigesetzt wird. Wenn der Eisprung stattgefunden hat, kann die Eizelle durch eine Spermazelle befruchtet werden. Ein stattgefundener Eisprung ist demnach die Voraussetzung für eine Befruchtung und damit für eine Schwangerschaft.

 

(c) www.BMI-Rechner.net

Wie läuft ein Zyklus ab?

Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Regelblutung. Bereits an diesem Tag beginnt der Körper damit, sich auf den Eisprung vorzubereiten. Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) regt die Produktion von FSH an, dem „follikelstimulierenden Hormon“. Dieses regt wiederum die Eierstöcke an, eine Eizelle heranreifen zu lassen. Bei Follikeln handelt es sich um Hohlräume in den Eierstöcken, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. In jedem Follikel ist eine unentwickelte Eizelle platziert. Durch FSH werden die Follikel zum Wachstum angeregt, wobei sie das Hormon Östrogen erzeugen. Entsprechend steigt der Östrogenspiegel mit dem Zyklusverlauf an. Während der Entwicklung der Follikel wird in der Regel einer davon dominant, sodass die Eizelle in diesem Follikel vollständig heranreift. Der höhere Östrogenspiegel lässt die Schleimhaut in der Gebärmutter anwachsen. Dies ist Voraussetzung für die Einnistung des Eis und seine vollständige Entwicklung während der Schwangerschaft. Durch Östrogen wird die Produktion des luteinisierenden Hormons angeregt – der sogenannte „LH-Anstieg“ erfolgt. Hierdurch platzt irgendwann der dominante Follikel, der die herangereifte Eizelle freilässt. Dies ist der Eisprung. Wenn dieser stattgefunden hat, wandert das Ei den Eileiter entlang. Gleichzeitig beginnt die Produktion von Progesteron im dominanten Follikel. Das Progesteron dient dem Körper zur Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft, indem es den weiteren Aufbau der Gebärmutterschleimhaut unterstützt. Diese Phase des Zyklus ist für viele Frauen mit typischen Symptomen wie Bauchkrämpfen, Ziehen in den Brüsten, Kopfschmerzen oder Übellaunigkeit verbunden. Diese werden unter dem Begriff „Prämenstruelles Syndrom“ (PMS) zusammengefasst. Wird die Eizelle nach dem Eisprung nicht befruchtet, schrumpft der Follikel, wodurch Östrogen und Progesteron im Blut absinken. Dies bewirkt, dass die aufgebaute Gebärmutterschleimhaut nicht erhalten werden kann. Diese löst sich ab, was durch die Periodenblutung sichtbar wird. Erfolgt hingegen nach dem Eisprung die Befruchtung der Eizelle, nistet sich diese in der Gebärmutter ein. Der Körper beginnt, das Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin) zu produzieren. Dieses hält den dominanten Follikel aktiv. Er schrumpft nicht, sondern produziert weiterhin Östrogen und Progesteron, wodurch die Gebärmutterschleimhaut aufrecht erhalten wird. Dies ist wichtig für den Erhalt der Schwangerschaft.

Wie lange dauert ein Menstruationszyklus?

In vielen Büchern und entsprechenden Artikeln im Internet findet sich die Angabe, dass ein Menstruationszyklus 28 Tage dauert. Das ist so aber nicht richtig. Ein normaler Zyklus kann 23 Tage oder 38 Tage dauern. Dies ist nicht nur von Frau zu Frau unterschiedlich. Auch einzelne Zyklen einer Frau unterscheiden sich in ihrer Länge. Häufig ist Stress ein Einflussfaktor, der den Zyklus (stark) verlängern kann. Entsprechend findet der Eisprung auch nicht zwangsläufig am 14. Tag statt. Er kann auch früher oder später erfolgen. Bei sehr kurzen Zyklen ist es deshalb sogar möglich, während der Periode schwanger zu werden, falls der Eisprung kurze Zeit nach der Regelblutung erfolgt und zu diesem Zeitpunkt noch Spermien im Körper der Frau überlebt haben.

Warum ist es wichtig, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen?

Da ein Eisprung die Voraussetzung für eine Schwangerschaft ist, lohnt sich das Bestimmen des Zeitpunkts für jede Frau mit Kinderwunsch. Das gilt vor allem dann, falls der Wunsch nach einem Kind schon länger besteht und es bisher noch nicht „geklappt“ hat. Aber auch für die Schwangerschaftsverhütung spielt der Eisprung eine große Rolle. Eine Frau, die NFP (Natürliche Familienplanung) praktiziert, kann ab einem bestimmten Zeitpunkt nach einem festgestellten Eisprung auf weitere Verhütung verzichten. Denn eine Befruchtung ist nur in einem bestimmten Zeitraum um den Eisprung herum möglich.

In welchem Zeitraum ist eine Schwangerschaft möglich?

Eine Frau kann nicht zu jedem Zeitpunkt des Zyklus schwanger werden. Denn das Ei ist nur in einem bestimmten Zeitraum befruchtungsfähig. Grundsätzlich hat die Eizelle nach dem Eisprung eine Lebensdauer von maximal 24 Stunden. Hinzu kommt, dass auch die Spermazellen eine gewisse Lebenserwartung haben. In den meisten Fällen leben sie drei bis fünf Tage, wenn sie sich im Gebärmutterhals befinden. Es gibt aber auch solche mit einer längeren Lebenserwartung, auch wenn dies seltener vorkommt. Vor dem Eisprung sollte also kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden, wenn eine Schwangerschaft sicher ausgeschlossen werden soll. Die Chance auf eine Schwangerschaft ist umso höher, je näher der Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs am Zeitpunkt des Eisprungs liegt. Ist der Eisprung sicher festgestellt und einige Zeit danach vergangen, kann eine Schwangerschaft aufgrund der begrenzten Lebensdauer der Eizelle bis zum Ende des Zyklus ausgeschlossen werden.

Die Lebensdauer von Eizelle und Spermazellen bestimmen also für eine mögliche Schwangerschaft einen Zeitraum von fünf Tagen vor dem Eisprung und 24 Stunden nach dem Eisprung. Es ist allerdings in Einzelfällen möglich, dass eine Spermazelle länger als fünf Tage überleben kann. Vor dem Eisprung sollte zur sicheren Schwangerschaftsverhütung also kein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattfinden.

Wann ist eine Schwangerschaft am wahrscheinlichsten?

Eine Schwangerschaft ist umso wahrscheinlicher, je näher der Geschlechtsverkehr am Zeitpunkt des Eisprungs liegt. Am besten ist es, wenn am Tag des Eisprungs Geschlechtsverkehr stattfindet. Da die meisten Spermazellen drei bis fünf Tage leben, kann auch Geschlechtsverkehr zu einer Schwangerschaft führen, der fünf Tage vor dem Eisprung ungeschützt stattgefunden hat. Auch bei noch früherem Geschlechtsverkehr ist eine Schwangerschaft in Einzelfällen möglich, falls eine Spermazelle besonders lange überlebt hat. Eine Eizelle hat nach dem Eisprung eine Lebensdauer von ungefähr 24 Stunden und ist auch nur in diesem Zeitraum befruchtungsfähig. Danach ist eine Schwangerschaft nicht mehr möglich, bis der nächste Eisprung im folgenden Zyklus stattfindet.

Wie kann der Eisprung festgestellt werden?

Es gibt verschiedene Methoden, den Zeitpunkt des Eisprungs zu bestimmen. Diese bieten unterschiedliche Sicherheit. Grundsätzlich hat jede Frau bestimmte körperliche Symptome, die sich mit dem Zyklus verändern. Viele Frauen haben kurz vor und während dem Eisprung Schmerzen in den Brüsten, ein Ziehen im Unterleib oder auch eine leichte Ovulationsblutung. Allerdings ist nicht jede Frau davon betroffen und die entsprechenden Symptome sind bei verschiedenen Frauen verschieden stark ausgeprägt. Hier lohnt sich eine intensive Selbstbeobachtung über mehrere Zyklen hinweg, um festzustellen, wie die eigenen Symptome ausfallen. Es gibt aber auch Anzeichen, die zuverlässiger sind. Wenn mehrere davon gemeinsam ausgewertet werden, lässt sich das Datum des Eisprungs festlegen. Zu diesen Anzeichen gehören die Struktur des Zervixschleims, die Körpertemperatur und die Lage des Muttermundes. Eine dieser Methoden alleine ist hingegen nicht ausreichend, um den Eisprung mit genügender Sicherheit festzustellen.

Welche Methoden zur Feststellung des Eisprungs können angewendet werden?

Grundsätzlich gibt es zwei Methoden, um den Termin des Eisprungs festzustellen und Zyklen zu beobachten und miteinander zu vergleichen. Die erste Methode ist ein Fruchtbarkeitskalender. Die zweite Methode sind Ovulationstests. Einen Ovulationstest gibt es in der Apotheke. Es handelt sich hierbei um einen Urintest, der durch Farbveränderung anzeigt, ob der Eisprung bevorsteht. Dies funktioniert über den Nachweis des luteinisierenden Hormons (LH). Ein ansteigender LH-Spiegel zeigt den einen bis zwei Tage bevorstehenden Eisprung.
Der Fruchtbarkeitskalender (auf dem NFP basiert) vergleicht zwei körperliche Symptome miteinander. Dies sind entweder die Körpertemperatur in Verbindung mit dem Zervixschleim oder die Körpertemperatur in Verbindung mit der Lage des Muttermundes. Dabei wird die Körpertemperatur auch als „Basaltemperatur“ bezeichnet.

Wie zeigt die Temperatur den Eisprung an?

Grundsätzlich ist die Temperatur alleine kein zuverlässiger Indikator für einen Eisprung. Ihre Messung ist aber dennoch für seine Bestimmung notwendig. Die Basaltemperatur ist vom Eisprung abhängig. Sie steigt an, nachdem er stattgefunden hat, wobei der Anstiegt 0.5 Grad Celsius beträgt. Sie bleibt dann auf diesem Niveau, bis die Regelblutung einsetzt.

Zu welchem Zeitpunkt muss die Temperatur gemessen werden?

Um die Messung der Basaltemperatur für die Empfängnisverhütung einzusetzen, muss sie sorgfältig und regelmäßig gemessen werden. Sehr wichtig ist außerdem der Zeitpunkt des Messens. Es muss nach einer Ruhezeit erfolgen, wobei prinzipiell nur die Zeit nach dem Nachtschlaf geeignet ist. Die Temperatur wird vor dem Aufstehen gemessen und dabei am besten direkt nach dem Aufwachen. Eine Messung zu einem späteren Zeitpunkt des Tages ist fehleranfällig und nicht zu empfehlen. Hier gibt es zu viele Störfaktoren, die sich auf die Körpertemperatur auswirken.

Wie wird die Temperatur gemessen?

Die Temperatur kann vaginal, oral oder rektal gemessen werden. Eine Messung unter dem Arm ist zu unsicher. Verwendet werden können analoge oder digitale Thermometer, wobei das digitale Thermometer zwei Nachkommastellen besitzen sollte. Ideal geeignet sind solche Thermometer, die speziell für NFP entwickelt worden sind.

Wie kann der Zervixschleim beobachtet werden?

Der Zervixschleim verändert sich über den Zyklus. Seine Funktion besteht darin, den Spermazellen ihren Aufstieg zu erleichtern. Entsprechend ist seine Konsistenz um den Eisprung herum fast gel-artig. Hier wird von einer besonders hohen „Schleimqualität“ gesprochen. An anderen Tagen des Zyklus ist er eher „pappig“. Viele Frauen sind in der Lage, entsprechende Veränderungen mit etwas Übung deutlich wahrzunehmen. Der „Schleimhöhepunkt“ gemeinsam mit dem bleibenden Temperaturanstieg von einem halben Grad Celsius zeigt den stattgefundenen Eisprung an. Die Entwicklung des Schleims hängt vom Östrogenspiegel im Körper ab, der von den heranwachsenden Follikeln beeinflusst wird.

Wie läuft eine Befruchtung ab?

Die Befruchtung erfolgt, wenn eine lebende Spermazelle auf eine lebende Eizelle trifft und mit dieser verschmilzt. Sie findet im Eileiter statt, in den das Ei nach dem Eisprung gewandert ist. Die durch die Spermazelle befruchtete Eizelle wird als „Zygote“ bezeichnet. Nach der Befruchtung wandert die Eizelle in die Gebärmutter, was etwa vier Tage benötigt. Dort nistet sie sich ein. Hierdurch wird der Startpunkt für die Entwicklung des Embryos gelegt.